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Die Fortbildungsdatenbank der Kinder- und Jugendhilfe im Land Bremen ist ein Angebot des Landesjugendamtes Bremen.

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15. August 2014

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14. August 2014

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14. August 2014

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Inhalt

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Grüße aus dem Wahrheitsministerium

Nächster Termin: 30. November 2029

Zum Umgang mit Hass, Verschwörungsideologien und gefälschten Informationen im Netz. Der Fachtag lädt ein zur Suche nach der richtigen Strategie in der Jugendbildungsarbeit.

DAS PROGRAMM

9:00 Uhr
Begrüßung
 
9:15 Uhr
VORTRAG:
Fake News, Echokammern, Social Bots. Politische Meinungsbildung im Netz
Dem Internet wird viel zugetraut: Hier werden Falschnachrichten verbreitet, Social Bots manipulieren die politische Stimmung und auf Facebook machen sich Hetze und Hass breit, wie sie offline niemals stattfinden würden. Doch: Ist das wirklich so? Hat die Digitalisierung unserer Lebenswelten tatsächlich eine Radikalisierung in der politischen Meinungsbildung begünstigt? Und was bedeutet dies für junge Menschen als auch für die Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit? Der Impulsvortrag zeigt anhand von Fallbeispielen auf, in welchem Zusammenhang die technische Infrastruktur des Internets und die gängiger sozialer Netzwerke mit der politischen Meinungsbildung steht und wie sich Akteure in der Jugendarbeit dazu verhalten können.
Dr. Anna Grebe
ist Medienwissenschaftlerin, Medienpraktikerin und Referentin für Jugendpolitik in einem Verband der Kinder- und Jugendhilfe. Nach ihrer Promotion an der Schnittstelle zwischen Medientheorie und Disability Studies an der Universität Konstanz unterrichtete sie an verschiedenen Universitäten in Linz, Wien und Valparaíso/Chile und arbeitete bei NGOs und Verbänden in Berlin, wo sie derzeit auch lebt. Sie ist seit ihrer Kindheit in der Jugendverbandsarbeit engagiert und berät den Bundesvorstand des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) in Fragen zu den digitalen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten als freie Referentin gehören neben der politischen Meinungsbildung im Netz auch Themen wie Hate Speech, sexualisierte Grenzverletzungen im Internet, Körperbilder und die "digitale Heimat". 
 
 
10:15 Uhr
VORTRAG:
Zwischen Partizipationsversprechen und Algorithmenmacht: Wie soziale Medien Meinungsbildung und Orientierung in der Welt prägen.
Soziale Medien sind mittlerweile wichtige Elemente unserer Informations- und Kommunikationsrepertoires geworden. Sie senken die Hürden, Informationen aller Art zugänglich zu machen und sich mit anderen auszutauschen, Zugleich sind aber keine neutralen Plattformen, sondern bringen ganz eigene Organisationsprinzipien in die Kommunikation mit ein, etwa die algorithmische Personalisierung von Informationsflüssen. Dies verändert das Gefüge gesellschaftlicher Öffentlichkeit und damit auch die Voraussetzungen demokratischer Meinungsbildung. Doch wie sind Warnungen vor "Filterblasen" und "Echokammern" zu beurteilen? Und stehen die sozialen Medien wirklich für ein "Mitmachnetz", oder nicht doch eher für neue Formen von (Meinungs-)Macht und Kontrolle? Der Vortrag beleuchtet diese aktuellen Entwicklungen aus kommunikationssoziologischer Sicht.
Dr. Jan-Hinrik Schmidt ist wissenschaftlicher Referent für digitale interaktive Medien und politische Kommunikation am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg. Seine aktuellen Forschungsinteressen liegen in den Veränderungen, die soziale Medien wie Facebook, Twitter oder YouTube für Beziehungspflege, Informationsverhalten, politische Teilhabe und gesellschaftliche Öffentlichkeit bringen. Sein jüngstes Buch „Social Media“ richtet sich ausdrücklich an nicht-wissenschaftliche Zielgruppen, die die Entwicklungen des Internets in den letzten Jahren verstehen und eingeordnet sehen wollen.
 
 
11:00 Uhr
Pause
 
11:15 Uhr
WORKSHOPPHASE 1:
  • „Haten Mädchen anders?! Geschlechterreflektierende Perspektive auf Rechtsextremismus und Hass im Netz.
    Meist wird Rechtsextremismus im öffentlichen Diskurs als ein rein männliches Phänomen gesehen. Dabei werden rechtsextreme und gewaltbereite Frauen übersehen und schon gar nicht als handelnde politische Täterinnen wahrgenommen. Im Workshop wollen wir die Fragen diskutieren welche unterschiedlichen Rollenangebote die rechte Szene insbesondere für Mädchen und Frauen zu bieten hat, welche sozialen Medien dabei eine besondere Rolle spielen und welche stereotype Rollenbilder in der Gesellschaft dafür sorgen, dass Frauen als Gesinnungstäterinnen übersehen werden.
    Lisa Hempel ist Mitarbeiterin im LidiceHaus und dort für den Bereich Rechtsextremismus zuständig. Darüber hinaus leitet sie die bundesweite Fachstelle „Rechtsextremismus und Familie“.

  • #FAKE - Falschmeldungen und Selbstinszenierung
    Alternative Fakten, Bildmanipulation und Fake News sind aktuell ein großes Thema. Was ist real, was ist gefälscht? In Zeiten des Informationsüberflusses im Internet ist es keine leichte Aufgabe, das herauszufinden – v.a. für Jugendliche. Der kritische Umgang mit Webinhalten und die Reflexion der (eigenen) Selbstdarstellung lässt sich Jugendlichen aber am besten von jungen Menschen vermitteln.
    Die Studentinnen Tamira Mühlhausen und Maren Schwartz geben einen Einblick in ihr Workshop für Jugendliche und diskutieren mit Ihnen die angewendeten Methoden. Dies ist ein Peer-To-Peer Angebot der Bremischen Landesmedienanstalt.

  • Dem Hass im Netz etwas entgegenstellen!
    Wo kann eine Grenze zwischen Hate Speech und (legitimer) Kritik liegen? Was haben Grenzüberschreitungen derzeit für Konsequenzen und welche wünschen wir uns? In diesem Workshop stellen wir das Modul „Hate Speech“ vor, das sich mit Anfeindungen im digitalen Raum beschäftigt. Die Jugendlichen erfahren, woran sie Hate Speech erkennen können, welche Gruppen besonders davon betroffen sind, welche Mechanismen dahinter stecken und vor allem: Was sie dagegen machen können. Wir stellen hier den #denk_net-Ansatz vor, geben Einblicke in unsere pädagogische Praxis und erproben verschiedene Methoden für die Arbeit mit Jugendlichen zu dem Thema Hass im Netz. Als ein möglicher Weg der Gegenrede erstellen wir beispielweise eigene Memes und Gifs.
    Lina Thee ist Soziologin und arbeitet als Bildungsreferentin im Projekt #denk_net – Stärkung der digitalen Zivilgesellschaft des LidiceHaus/ServiceBureau Jugendinformation.
  • Als Spürnasen im Netz unterwegs 
    Rechte Akteure nutzen gezielt digitale Plattformen im Social Web um jugendliche Onlinenutzer*innen anzusprechen und für ihre Inhalte zu gewinnen. Die Ideologie ist dabei oft zunächst codiert und hinter einer popkulturellen Ästhetik versteckt. Im Projekt #denk_net haben wir ein Workshopmodul entwickelt, in dem Jugendliche für versteckte rechte Symbolwelten und Narrative sensibilisiert werden und als „Spürnasen“ unter Anleitung selber im Netz recherchieren.
    In diesem Workshop stellen wir den #denk_net Ansatz vor, geben Einblicke in unsere pädagogische Praxis und erproben verschiedene Methoden für die direkte Arbeit mit den Jugendlichen.
    Barbara Westhof ist Diplompädagogin und seit vielen Jahren in der politischen Jugendbildungsarbeit aktiv. Sie arbeitet als Bildungsreferentin im Projekt #denk_net des LidiceHaus/ServiceBureau Jugendinformation.Barbara Westhof, Projekt #denk_net im ServiceBureau Jugendinformation
     
  • Über das gute Gefühl beim Teilen
    In diesem Workshop geht es um Widersprüche, Irritationen, Bekanntes und Neues in der Auseinandersetzung mit das Thema „Hass im Netz“. Wie sind unsere gesellschaftlichen und pädagogischen Handlungsmöglichkeiten? Was bewegt Menschen "unsinnige" Inhalte im Netz zu teilen? Wo liegen die Grenzen zu strategischen hassgeleitenden Kampagnen? Erobern wir uns das Netz als Wohlfühlort zurück!
    Markus Gerstmann
    arbeitet seit vielen Jahren im ServiceBureau Jugendinformation. Während seiner Arbeitszeit darf er surfen, spielen und viele Internettools ausprobieren. Einzige Bedingung dabei ist, dass er dieses mit seinem Wissen über die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kombinieren und die Erkenntnisse in Artikel, Vorträgen und Workshops an Eltern und Fachkräfte weiter geben muss
 
12:45 Uhr
Leckeres Mittagessen
 
14:00 Uhr
WORKSHOPPHASE 2:
  • „Haten Mädchen anders?! Geschlechterreflektierende Perspektive auf Rechtsextremismus und Hass im Netz.
  • #FAKE - Falschmeldungen und Selbstinszenierung 
  • Dem Hass im Netz etwas entgegenstellen!
  • Als Spürnasen im Netz unterwegs 
  • Über das gute Gefühl beim Teilen
     
15:30 Uhr
Pause
 
15:45 Uhr
VORTRAG: Die Psychologie hinter Hate Speech - Ursachen, Funktionen, Gegenstrategien"
"Im Vortrag werden die psychologischen und gruppendynamischen Entstehungsprozesse, die zu Hate Speech führen, im Detail erklärt. Dabei wird vor allem auf die neuronalen, psychischen und digitalen Effekte eingegangen, die dazu führen, dass Menschen zu entwertenden, empathielosen und aggressiven Attacken im Netz fähig werden. Auch wird auf Gründe eingegangen, warum sachliche, der inhaltlichen Logik verschriebene Gegenrede oft zum Scheitern verurteilt ist - die maßgebliche psychische Funktion, die Hate Speech für die TäterInnen erfüllt, wird genauer dargelegt und Ansätze für effektivere Gegenrede-Strategien vorgestellt. Im zweiten Teil des Vortrags erfolgt ein Überblick zur psychischen Wirkung auf Betroffene und warum es als BetroffeneR schwierig ist, sich von solchen Angriffen abzugrenzen. Ergänzend werden aus der Praxiserfahrung funktionierende Selbstschutz- und Gegenstrategien überblicksartig vorgestellt."
Dipl.-Psych. Dorothee Scholz, Psychologische Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie, arbeitet seit 2012 mit Menschen, die von digitaler Gewalt, Cybermobbing und Hate Speech betroffen sind. Parallel dazu berät sie NGOs, zivilgesellschaftliche Projekte und staatliche Institutionen im Rahmen von Workshops und Schulungen, wie konstruktiv mit dem wachsenden Hass im Internet umgegangen werden kann.

16:30 Uhr
Auswertung
 
17:00 Uhr
Ende
 
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Die Veranstaltung wird unterstützt von der Senatorin für Arbeit, Jugend, Frauen, Integration und Sport sowie und von der Bremischen Landesmedienanstalt.


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