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Die Fortbildungsdatenbank der Kinder- und Jugendhilfe im Land Bremen ist ein Angebot des Landesjugendamtes Bremen.

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Rassismuskritisches Handeln in der Migrationsgesellschaft

Nächster Termin: 29. bis 30. April 2019, es folgen 2 weitere Termine.

3-modulige Qualifizierung für Fachkräfte, Ehren- und Hauptamtliche aus der pädagogischen Arbeit, der Sozialen Arbeit und der Bildungsarbeit, die sich selbstreflexiv und kritisch mit den aktuellen Herausforderungen der Migrationsgesellschaft und dem eigenen professionellen Handeln darin auseinandersetzen wollen. Zentral sind dabei die Zusammenhänge zwischen Rassismus, Migration und Kolonialismus. Darauf aufbauend ist Raum für Praxisreflexion und die (Weiter-)Entwicklung der eigenen Haltung und Praxis.

Leitidee:

Kolonisierung und Kolonialrassismus werden oft als vergangene, historische Ereignisse betrachtet. Jedoch strukturieren die zugrunde liegenden Ideologien noch immer – oft unbewusst – unser alltägliches Denken & Handeln. Bemerkbar wird dies zum Beispiel in der Problematisierung von „Migration“, in Diskussionen um Zugehörigkeit und Nichtzugehörigkeit und den damit einhergehenden Praktiken des Fremdmachens. Wie können wir diejenigen stärken, die ständigem sozialen Ausschluss und struktureller Diskriminierung gegenüberstehen? Wie können wir unsere Praxis als nicht von Diskriminierung betroffene Personen solidarisch gestalten?

In dieser Weiterbildung geht es um Selbsterfahrung und -reflexion, sowie das Erkennen von Machtverhältnissen, Formen von Diskriminierung und die eigenen Verstrickungen darin. Ein Wechsel aus theoretischen Inputs und praktischen Übungen soll Reflexionsprozesse in Bezug auf die Reproduktion von Ausschlüssen und Diskriminierung in der (eigenen) Arbeit und die Entwicklung neuer Handlungsstrategien anstoßen.

Zielgruppe:

Die Zusatzqualifikation richtet sich an Fachkräfte, Ehren- und Hauptamtliche, die sich mit Rassismus und Kolonialverstrickungen im Arbeitsalltag und in der Gesellschaft auseinandersetzen und eine rassismuskritische Haltung und Praxis (weiter-) entwickeln wollen.

Die Fortbildung bietet einen Raum für eine positionierte Auseinandersetzung mit Rassismus. Sie richtet sich an Menschen mit und ohne negative Rassismuserfahrungen. Wir streben eine Seminargruppe an, die sich paritätisch aus Personen of Color sowie weißen Menschen zusammensetzt.

Modulbeschreibungen:

Modul 1 – Einführung und Grundlagen Rassismus, Migration und Kolonialismus 
Montag, 29.04.2019 (9:30 Uhr) bis Dienstag, 30.04.2019 (18:00 Uhr)

Im ersten Modul der Fortbildungsreihe sind die Zusammenhänge zwischen Rassismus, Migration und Kolonialismus das zentrale inhaltliche Thema. Wir erarbeiten gemeinsam die Ursprünge des Rassismus und seine unterschiedlichen, gegenwärtigen Formen.

Modul 2 – Empowerment und Critical Whiteness 
Donnerstag, 27.06.2019 (9:30 Uhr) bis Freitag, 28.06.2019 (18:00 Uhr)

Im zweiten Modul steht die Reflexion der eigenen gesellschaftlichen Position im Mittelpunkt. Nach einem gemeinsamen Einstieg werden zwei verschiedene Workshops durchgeführt:

a) Empowerment: In diesem Workshop können sich Schwarze Menschen und Personen of Color über ihre unterschiedlichen Rassismuserfahrungen austauschen und individuelle sowie kollektive Bewältigungsstrategien entwickeln.

b) Critical Whiteness: Dieser Workshop bietet einen Raum für weiße Teilnehmer*innen, sich damit auseinandersetzen, inwiefern Rassismus und Weißsein das eigene Leben und das (professionelle) Handeln prägen. Die Reflexion der eigenen Privilegien und der eigenen gesellschaftliche Position ist dabei zentral.

Modul 3 – Praxisreflexion und Transfer in den Arbeitsalltag 
Donnerstag,10.10.2019 (9:30 Uhr) bis Freitag, 11. Oktober 2019 (18:00 Uhr)

Im dritten Modul werden wir konkrete Situationen und Fragen aus der Praxis der Teilnehmer*innen reflektieren. Gemeinsam werden wir Handlungsmöglichkeiten und Strategien für den (Arbeits-) Alltag entwickeln.

Kosten:

600€ für alle Module, inkl. Vollverpflegung und Übernachtung in einem EZ, Ermäßigungen sind möglich.


Trainer*innen:

Samuel Njiki Njiki: Jugendbildungsreferent mit den Schwerpunkten Rassismuskritik/ Empowerment, Diversitätsbewusstsein, Antidiskriminierung und Globales Lernen

Olan Scott Pinto: Jugendbildungsreferentin mit den Schwerpunkten Erinnerungskultur und Teilhabe, Gender & Diversity

Kim Annakathrin Ronacher: Supervision und freiberufliche Trainerin mit den Schwerpunkten Rassismuskritik/Critical Whiteness, Diversity & Antidiskriminierung

Wir sind Trainer*innen mit und ohne Rassismuserfahrungen und auch in Bezug auf andere Zugehörigkeiten unterschiedlich positioniert. Unsere Multiperspektivität bildet eine wichtige Grundlage und Ressource unserer Arbeit.


Veranstaltungsinformationen


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Termin: 29. bis 30. April 2019 27. bis 28. Juni 2019 10. bis 11. Oktober 2019 Institution:
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