Demokratiebildung im digitalen Raum 2.0

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3-modulige Fortbildungsreihe für pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen der Jugendarbeit.

TERMINE:
- Modul 1 | 13.06.-15.06.2022
- Modul 2 | 31.08.-02.09.2022
- Modul 3 | 23.11.-25.11.2022

Die Module beginnen jeweils am ersten Tag um 11 Uhr und enden am dritten Tag nach der Kaffeepause gegen 16 Uhr.

WORUM GEHT ES IN DER FORTBILDUNG?

Soziale Netzwerke und Messenger-Dienste haben einen zunehmenden Einfluss auf unsere Meinungsbildung. Es ist ein Nährboden für Manipulationen entstanden – der Krieg in der Ukraine und die Corona-Pandemie führen uns dies täglich vor Augen - was man dagegen unternehmen kann, wird derzeit gesellschaftlich diskutiert. Dabei fallen Begriffe wie Desinformations-Kampagnen, ChatBots, Algorithmen, Echokammern, Microtargeting und Big Data.

Bringt das unsere Demokratie in Gefahr? Oder besser: Wie lässt sich die Widerstandsfähigkeit der Demokratie im digitalen Zeitalter stärken? Ein zentraler Punkt ist der Erwerb digitaler Bürger*innen-Kompetenzen. Denn die digitalen Medien geben uns neue, sehr machtvolle Mittel an die Hand, um uns zu informieren und zu beteiligen. Mit diesen Mitteln umzugehen, ist eine enorme Herausforderung.

Und hier kommt die politische Bildung ins Spiel: In drei Modulen befassen wir uns und mit aktuellen Diskursen, lernen Methoden für die Arbeit mit Jugendlichen kennen und erproben medienpraktische Zugänge (z.B. Erstellung digitaler Comics, E-Books, 360°, VR, Greenscreen). Jedes Modul hat ein eigenes Schwerpunktthema und besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Zur Erlangung des Zertifikats erstellen die Teilnehmer*innen ein Konzept für ein Praxisprojekt , das sie im letzten Modul vorstellen. Die Teilnahme an allen drei Modulen ist obligatorisch.


DAS PROGRAMM:

MODUL 1: Meinungsbildung in der (Des-)Informationsgesellschaft

Eine Demokratie braucht mündige Bürger*innen, die sich einbringen und sie mitgestalten. Was aber, wenn wir in unserer Meinungsbildung zunehmend manipuliert werden? Bringen gezielte Desinformations-Kampagnen unsere offene und demokratische Gesellschaft ins Wanken? Welche Formen von Desinformation gibt es, wie erkennt man sie und wer steht mit welchen Absichten dahinter? Im ersten Teil der Fortbildungsreihe setzen wir uns mit aktuellen Diskursen zu Desinformationen und (pädagogischen) Handlungsstrategien auseinander. Alice Echtermann, stellvertretende Leiterin von CORRECTIV.Faktencheck, wird uns in einem Workshop vertiefte Einblicke in das Thema Fact-Checking geben. Außerdem ist Dr. Juliane Jarke vom Institut für Informationsmanagement der Universität Bremen zu Gast, um die Macht von Daten und Algorithmen in unserem Alltag zu beleuchten. Praxisnah wird es im Methodentraining: Hier stehen das Kennenlernen erprobter Methoden und Tools sowie kreative Medienarbeit im Mittelpunkt.   

MODUL 2: Spuren im Netz 

Wie sich einschlägige Akteur:innen unsere digitalen Spuren zunutze machen, um uns gezielt zu beeinflussen - darum geht es in Modul 2. Big Data, Datenschutz, Privatsphäre, Algorithmen, Microtargeting und Co. - Was ist das eigentlich und wie können wir mit jungen Menschen zu diesen Themen arbeiten? Darüber reden wir nicht nur, sondern trainieren kreative Methoden für unsere pädagogische Praxis: In einem (Bildungs-)Escape-Game müssen die Teilnehmer:innen Franky befreien, um die Demokratie vor einer Katastrophe zu bewahren. Im medienpraktischen Teil befassen wir uns zudem mit dem Einsatz von Augmented und Virtual Reality und lernen verschiedenen Programme und Tools kennen, um die Technik in der Arbeit mit Jugendlichen einzusetzen.  

MODUL 3: Action! Vernetzung, Mobilisierung und Partizipation in der digitalen Welt  

Mit der Digitalisierung sind nicht nur Risiken, sondern auch viele Chancen verbunden - z. B. für gesellschaftliche Teilhabe. Wie können (junge) Menschen vernetzte Medien nutzen, um ihren Anliegen in der Gesellschaft wirkungsvoll Gehör zu verschaffen? Nele Hirsch vom E-Bildungslabor wird uns einen Einblick in das Thema offene Bildungsmaterialien und Kultur des Teilens geben. Was sind OER und wie funktioniert die Kultur des Teilens? Wie lassen sich Inhalte von anderen weiternutzen? Und wie können sich Pädagog*innen ein eigenes Lernnetzwerk aufbauen? Neben Inputs wird es Erkundungsaufgaben in Kleingruppen geben. Darüber hinaus wird es auch in diesem Modul medienpraktisch: Wir befassen uns u.a. mit dem Einsatz von 360°-Kameras und der Erstellung digitaler Rundgänge. In diesem Modul stellen die Teilnehmer:innen auch ihre Praxisprojekte vor und erhalten Rückmeldungen aus der Gruppe nach dem Peer-Review-Verfahren. 


KOSTEN:
Die Teilnahme-Gebühr für alle drei Module beträgt insgesamt 270 € inklusive Übernachtung und Verpflegung. Ohne Übernachtung fallen Kosten in Höhe von 210 € an.

ORT: 
Die Veranstaltungen sind als Präsenzveranstaltungen in der Jugendbildungsstätte LidiceHaus geplant. Je nach Covid-19-Situation finden einzelne Termine ggf. in einem Online-Format statt. 

 

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