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Rechte Jungs, rechte Mädchen ? ratlose Eltern

Qualifizierung zur Beratung von Eltern und Angehörigen rechtsextremer Jugendlicher

3-teilige Zusatzqualifi zierung, Ziel: Aufbau von Beratungsangeboten
in Kooperation mit der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt
(arug), Braunschweig.

Mehr als noch vor einigen Jahren weiß man heute über den Zusammenhang von Prägungen im Elternhaus und dem Einstieg Jugendlicher in rechte Szenen. Modernisierte Organisationen und Bündnisse der extremen Rechten werben offensiv um Jugendliche im ländlichen Raum und in städtischen Milieus. Oftmals nutzen sie die „Leerstellen“, die etablierte Zusammenhänge preisgeben – und gerieren sich als die wahren „Kümmerer“ um die Anliegen von Jugendlichen auf der Suche nach Perspektive und Zugehörigkeit.

Zunehmend mehr Eltern und andere erwachsene Angehörige wenden sich rat- und hilfesuchend an Einrichtungen und Institutionen der Jugendhilfe. Die Bedingungen des Aufwachsens und die Kommunikation zwischen Jugendlichen und ihren Eltern, bzw. Stiefvätern und -müttern und anderen erwachsenen Angehörigen gelten als eine Weichenstellung in der Herausbildung jugendlicher Denk- und Verhaltensmuster. Um ihre Rolle zum und beim Ausstieg rechter Jugendlicher zu stärken, bedarf es einer neuen, differenzierten und problemübergreifenden Beratungsqualität.

Ziele und Inhalte der Zusatzqualifikation

Die TeilnehmerInnen lernen auf die steigende Beratungsnachfrage durch Eltern und Angehörige bedarfsgerechter zu reagieren und Wege praktikabler Beratungskonzepte zu entwickeln und anzubieten, indem sie:

·        Kompetenzen entwickeln, Problemlagen im Kontext rechtsextremer Ideologie und Subkultur zu erkennen und zu verstehen, darauf aufbauend ihr „Handwerkszeug“ der Gesprächsführung und Beratung zu verfeinern,

·        ihre Fähigkeiten zur Differenzierung und Einordnung von Problemschilderungen in seinem politischen Hintergrund wie in möglichen jugend/subkulturell typischen Hintergründen erweitern,

·        Informationen über Strukturen und Arbeitsweisen rechter (Jugend-)Organisationen und szenetypischer Zusammenschlüsse aufarbeiten,

·        sich mit der Rolle von Eltern und Angehörigen im Zusammenhang mit der Herausbildung von rechtsextremen Denk- und Verhaltensweisen Jugendlicher auseinandersetzen,

·        arbeitsfeldübergreifend Erfahrungen austauschen und

·        sich insbesondere für den eigenen Beratungskontext sowie bedarfsgerechte Delegationsentscheidungen und die Entwicklung eines Kooperationsnetzes weiterqualifizieren.

Veröffentlicht: 16. April 2010


Veranstaltungsinformationen

  • Veranstalter: Jugendbildungsstätte LidiceHaus
  • Veranstaltungsort: LidiceHaus
  • Teilnahmegebühr: ¤ 450,00
  • Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen
  • Kontakt: Andrea Müller
    Telefon: 0421/69272-13
  • Aktuelle Termine:
    5. November, 11:30 Uhr bis 7. November 2012, 16 Uhr: Modul 1
  • Folgetermine (Block 2):
    17. Dezember, 11:30 Uhr bis 19. Dezember 2012, 16 Uhr: Modul 2
  • Folgetermine (Block 3):
    28. Januar, 11:30 Uhr bis 30. Januar 2013, 16 Uhr: Modul3

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