Glück, Liebe, Spiel - 14. Mediensucht Fachtag

Große Themen im digitalen Zeitalter. Wie haben sie sich diese Themen in einer digitalen Gesellschaft verändert und wie gehen junge Menschen mit ihren Sehnsüchten nach Glück, Liebe und Spiel um? Auf dem Fachtag (ob online oder Vorort werden wir im August entscheiden) werden die Vorträge und Workshops aus verschiedenen Blickwinkeln und Diziplinen beleuchtet und thematisiert.

9:00h Begrüßung:

9:15h Vortrag 1: Liebe

4ever! - Liebe und Sexualität im Fokus Sozialer Medien
Der Vortrag zeigt, welche Rolle Soziale Medien wie Instagram, TikTok und YouTube für Jugendliche für Beziehungen, Liebe und Sexualität spielen. Er gibt einen Einblick in neue Phänomene und beleuchtet deren Möglichkeiten und Risiken. Darüber hinaus soll er Ideen für die praktische Arbeit vermitteln, wie das beschriebene Mediennutzungsverhalten aufgegriffen werden kann und so Heranwachsende bei einem altersgerechten Umgang unterstützt werden können.
Colette See, Referentin für Suchtprävention und Neue Medien , Büro für Suchtprävention (BfS) Hamburg

10:15h Pause

10:30h Vortrag 2: Einsatz digitaler Spiele in der pädagogischen Arbeit
Im Vortrag werden zunächst kurze Grundlagen zum Zusammenhang von Spiel und Digitalem Spiel aufgezeigt. In einer vertiefenden Auseinandersetzung mit dem Computerspiel, wird hinterfragt, wieso es für viele Nutzende einen so großen Gravitationscharakter hat. Mögliche Antworten darauf liegen ggf. in Basisbedürfnissen wie Wirksamkeitsgefühl, Entwicklung und Entfaltungsoptionen. Diese können, im Sinne einer „emotionalen Selbstmedikation“ unter Umständen missbräuchlich angewandt werden. So nimmt die Frage nach Immersion, Flow und Sucht einen Schwerpunkt ein. Schließen wird der Vortrag jedoch mit einer Skizzierung der pädagogischen Einsatzmöglichkeiten von digitalen Spielen und einer kurzen Darlegung der dafür nötigen Qualitätskriterien.
Prof. Dr. Martin Geisler, Professor an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena

11:30h Pause

11:45h Vortrag 3: Online-Glücksspiele,
Online-Glücksspiele bergen besondere Spielanreize ... und Gefahren. Ziel des Vortrages ist es, lebensweltnah in die Welt des internetbasierten Glücksspiels einzutauchen und die quasi grenzenlosen Spielangebote im Netz vorzustellen. Gleichzeitig sollen die Risiken des Online-Gambling aus suchtpsychologischer Sicht erörtert werden. Hierzu zählen in erster Linie die hohe Verfügbarkeit, die extensive Vermarktung, die schnelle Spielgeschwindigkeit, die Anonymität und der bargeldlose Zahlungsverkehr. Mit Blick auf Jugendliche soll auch die Schnittstelle zwischen Gaming (Computerspiel) und Gambling (Glücksspiel) und die damit verbundenen Besonderheiten thematisiert werden. Abschließend geht es um die Frage, welche Rolle des Internet bei der Prävention glücksspielbezogener Probleme im Jugendalter spielen kann.
Dr. Tobias Hayer, Universität Bremen Institut für Psychologie, Glücksspielforschung

12:45h Mittag:

14:00h Workshops

Workshop 1: „Elternarbeit im Spannungsfeld Lust, Last, Lost“

In diesem Workshop stellen verschiedene Fachkräfte ihre Konzepte der Elternarbeit zum Thema Mediensucht vor. Es werden Ansätze der Prävention, der Beratung bis hin zur Intervention beleuchtet.

Angefragte Referentinnen: Katharina Nußbaum (Gesundheitsfachkraft an Schulen), Michelle Sanner (Ambulante Suchthilfe Bremen), Susanne Roboom (Blickwechsel), Henryk Lorenz / Laura Hellerbach (Erziehungsberatungsstelle West)*

Workshop 2: Me, Myself an Social Media

Für Jugendliche bieten Soziale Medien eine große Spielwiese für diverse Entwicklungsaufgaben. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen sollen die Möglichkeiten für diese Altersgruppe gesammelt und die Risiken herausgearbeitet werden. Wo geben Soziale Medien Orientierung und tragen unter Umständen zu einer Selbstwertsteigerung bei und unter welchen Umständen passiert genau das Gegenteil. Inwiefern sind die jungen Nutzer*innen in der Lage die gesammelten Eindrücke adäquat zu bewerten und wo brauchen sie die Unterstützung von Eltern und Fachkräften. Der Workshop geht diesen Fragen nach und gemeinsam sollen Handlungsstrategien erarbeitet werden.
Colette See, Referentin für Suchtprävention und Neue Medien , Büro für Suchtprävention (BfS) Hamburg

Workshop 3: Sexualität, ProFamilia (angefragt)

W orkshop 4 : Glücksspiel (Prävention und Praxis) Fachstelle Glückspielsucht

Workshop 5 : eSport, ESport-Verband Bremen (angefragt)

16:00h Was war in den Workshops?

16:30h Poetry Slam zu Glück, Liebe und Spiel

17:00h Ende

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