Anti-Virus-Programm - 15. Mediensucht Fachtag

Jugend - Digitalisierung - Corona

 

9:00h Begrüßung

Input von Schüler*innen einer Bremer Schule

9:30h Vorträge:

Das Leben von jungen Menschen in der Corona-Pandemie. Erfahrungen, Sorgen, Bedarfe.
Lea Heyer, Universität Hildesheim

Das Ziel der Eindämmung der Corona-Pandemie geht mit weitereichenden Einschränkungen einher. Diese haben den Alltag überall verändert, doch selbst die allmählichen Lockerungen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass neben Senior*innen vor allem junge Menschen und Familien besonders beeinträchtigt und ihre Spielräume enorm eingeschränkt sind. Hinzu kommt der Eindruck, dass bei Entscheidungen über Maßnahmen und Strategien in den letzten Wochen und Monaten und bei der Abwägung vielfältiger Interessen die Perspektive von Kindern, Jugendlichen und Eltern nicht eingenommen wird.

Frau Heyer informiert über die Ergebnisse der JuCo-Studie

 

Aufwachsen in entgrenzten und hybriden Medienwelten – Anforderungen an Jugendliche und Jugendarbeit. Prof. Dr. Angela Tillmann, TH Köln,

Selbstpositionierung, Verselbständigung und Qualifizierung – das sind laut dem 15. Kinder- und Jugendbericht 2017 die zentralen Herausforderungen des Jugendalters, die auch digital bearbeitet werden. Dies aber noch nicht von allen Jugendlichen gleichermaßen, wie die Corona-Pandemie zeigt. Gründe dafür finden sich sowohl in der unzureichenden digitalen Infrastruktur als auch bei fehlenden Kompetenzen. Dabei gilt es nicht nur den Blick auf Jugendliche als Schüler*innen zu richten, die ihr Lernpensum aus den genannten Gründen nicht einhalten können. Die Jugendzeit ist mehr als eine Qualifizierungsphase, sie ist v.a. auch eine Zeit der Identitätsfindung, Erprobung und Verselbständigung, die nicht nur im digitalen Raum, sondern in hybriden On/Offline-Räumen und unter Peers ausgestaltet wird. Es ist eine sinnliche, körperliche und lustvolle Zeit. Die Pandemie-Zeit stellt daher hohe Anforderungen an Jugendliche. Hier kommt der Jugendarbeit als ergänzender Bildungsbereich in der Freizeit von Kindern und Jugendlichen eine wichtige Aufgabe zu. Um ihrer Aufgabe auch in Pandemie-Zeiten weiterhin nachkommen zu können, hat sie in den letzten Monaten zahlreiche neue Wege beschritten – digitale Werkzeuge, Methoden und Konzepte erprobt. Diskutiert werden soll, welche Perspektiven sich aus den bisherigen Erfahrungen für eine hybride-ganzheitliche Jugendarbeit ableiten lassen.

Dr. Angela Tillmann: Professorin für Kultur- und Medienpädagogik am Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln; setzt sich in ihrer Arbeit setzt mit dem medialen Wandel der Gesellschaft aus den Perspektiven von Medienpädagogik, Bildungswissenschaften und Sozialer Arbeit auseinander; Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendmedienforschung, Mediensozialisationsforschung, medienpädagogische Genderforschung; beschäftigt sich zudem mit Fragen zur Relevanz von digitalen Medien in der Sozialen Arbeit.

Referent*innen angefragt für das Thema: Gesundheit, und Jugend

12:30h Mittagspause

13:30h Workshops (angedacht)

  • Digitalisierung Offene Jugendarbeit
  • Digitalisierung Bildung
  • Digitalisierung Beratung
  • Digitalisierung Prävention

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