Antifeminismus von rechts: Angriffen auf Gleichstellung und Selbstbestimmtheit solidarisch begegnen

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Ob politisch, akademisch oder religiös-fundamentalistisch motiviert: Antifeministische Akteur*innen und Strömungen greifen feministische Errungenschaften an. Statt Gleichstellung und Selbstbestimmtheit wird eine vermeintlich natürliche Geschlechterordnung gefordert.

Im Zentrum dieses Angriffs steht ein Familienbild, in dem kein Platz ist für all diejenigen, die den gesellschaftlich erwarteten Geschlechterrollen nicht entsprechen: Sei es, weil sie in einer homosexuellen Beziehung leben, sich als trans oder inter identifizieren, als Frauen Karriere machen wollen, als Männer den Haushalt verantworten oder sich beruflich und politisch aktiv für Gleichstellung und gesellschaftliche Vielfalt einsetzen.

Antifeministische Angriffe stellen alle vor eine Herausforderung, die für eine (geschlechter)gerechte Gesellschaft eintreten – ob als Gleichstellungsbeauftragte, als politische Bildner*innen, als Sozialarbeiter*innen oder als Aktivist*innen.

Für all diese Personen bieten wir unseren Fachtag an, auf dem wir uns mit verschiedenen Facetten des Antifeminismus von rechts auseinandersetzen. Was begünstigt Antifeminismus? Welche Rolle spielt toxische Männlichkeit? Wie sehen Angriffe gegen Beratungsstellen, Aufklärungsarbeit und vieles mehr aus? Und vor allem: Wie kann eine mutige und engagierte Zivilgesellschaft sich dagegen verhalten?

Der Fachtag findet am 22./23.11.2021 als hybride Veranstaltung statt: Für die Teilnahme im LidiceHaus stehen gemäß der geltenden Corona-Regeln eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung. 

Veranstaltungsort:
Jugendbildungsstätte LidiceHaus, Weg zum Krähenberg 33a, 28201 Bremen 

Kosten:  
250€ inklusive Übernachtung im EZ und Verpflegung für die Teilnahme vor Ort (Selbstzahler*innen: 175€)
125€ für die Teilnahme online (Selbstzahler*innen: 85€)

Fragen und Anmeldung:
Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus im Land Bremen (Mail). Für Ihre Anmeldung können Sie ebenso unten stehendes Formular nutzen. 

Bei der Anmeldung bitte angeben:
Teilnahme online oder vor Ort? Sind Sie Selbstzahler*in oder nicht? Für welche Institution/Einrichtung nehmen Sie teil?
Schreiben Sie gerne auch ein paar Sätze zu der Frage, warum Sie am Fachtag teilnehmen möchten.

Anmeldeschluss:
Bitte melden Sie sich bis zum 27.10.2021 an. Die Anmeldebestätigungen werden danach verschickt.

 

DAS PROGRAMM:

Tag 1: Montag, 22.11.21 | Start: 13 Uhr

Vortrag: Antifeminismus im Kontext Rechtsextremismus (Prof. Dr. Esther Lehnert)
Antifeminismus spielt seit jeher eine zentrale Rolle im und für den Rechtsextremismus. Lange wurde diese Relevanz (zu) wenig wahrgenommen. Im Vortrag geht es darum darzulegen, was Antifeminismus ist und wieso er eine so große Wichtigkeit auch heute im Rechtsextremismus hat. Bei der Betrachtung wird auch eine historische Perspektive eingenommen.
   
Panel 1: Was tun gegen Antifeminismus? (Prof. Dr. Esther Lehnert)
In dem Workshop werden geschlechterreflektierende Ansätze in der Präventionsarbeit vorgestellt. Außerdem wollen wir uns kurz über Relevanz und Wirkungen von Antifeminismus in unterschiedlichen Arbeitsfeldern im Bereich von Prävention und Intervention verständigen. Erfahrungen der Teilnehmer*innen sind ausdrücklich erwünscht.

Panel 2: Hypermaskulinität und Frauenhass (Simon Volpers)
Der US-amerikanische Autor Jack Donovan ist die Karikatur des neurechten Antifeminismus. Selten wurde die Rückkehr zur vermeintlich natürlichen Geschlechterordnung vehementer eingefordert als in den Büchern des selbsternannten Barbars.

Panel 3 (online): Antifeminismus und Antisemitismus. Eine intersektionale Perspektive (Jewish Intersectional)

Panel 4 (online): Antifeminismus und Rechtsextremismus (Judith Rahner, Amadeu Antonio Stiftung)

 

Tag 2: Dienstag, 23.11.21 | Start: 9 Uhr

Workshop 1 (online): Jetzt mal konkret... Antifeminismus im Beruf als Herausforderung im Beruf
(Nicola Rosendahl, MBR Rheinland Pfalz und Laura Villwock, RBT Schleswig Holstein)
Erfahrungsaustausch - Ansatzpunkte – Unterstützung. Diskussion und Infos zu den Fragen: In welcher Form sind Sie mit Antifeminismus konfrontiert? Wie kann reagiert werden? Welche Unterstützungsangebote gibt es? 

Workshop 2: Sexualpädagogik (der Vielfalt) als Ziel und Bezugspunkt antifeministischer Kampagnen
(Christina Witz und Helge Jannink, beide Diplompsycholog*innen und Sexualpädagog*innen (gsp/isp))
Ein erklärter Gegner antifeministischer Kampagnen ist die nach einem Buchtitel benannte „Sexualpädagogik der Vielfalt“. An welche sexualpädagogischen Diskurse knüpfen diese dabei (tendenziös) an? 

Workshop 3: Angriffe, Diskriminierungen, Ausschlüsse - Queer BIPOC Aktivismus in der Praxis  (Queeraspora Bremen)
Queere BIPOC, (Post-) Migrant*innen/Geflüchtete organisieren sich seit 2016 in der Queeraspora, einer Selbstorganisation in Bremen. Wie sind ihre Erfahrungen im Aktivismus in Bremen und welche Angriffe sowie Exklusionen erleben sie in den diversen Räumen oder in der Gesellschaft? Eine Bestandsaufnahme mit Queeraspora Aktivist*innen.

Workshop 4 (online): Antifeminismus im HipHop (#deutschrapmetoo)

Podiumsdiskussion 
Was nun? Strategien und Bündnisse gegen antifeministische Angriffe stärken!

 


Eine Veranstaltung der Fachstelle RuF, des Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Bremen und des Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Niedersachsen

 


Ausschlussklausel:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen, völkischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen, völkischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Jegliche Film-, Ton- und oder Videoaufnahmen sind nicht erlaubt.

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