An oder Aus? Mediennutzung in Krisenzeiten - 16. Mediensucht Fachtag

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Eine gesellschaftliche Krise jagt die nächste und damit gehen viele Belastungen und Ängste für Kinder und Jugendliche einher. Psychische Krisen sind häufiger geworden. Und nicht zuletzt war und ist die Adoleszenz schon immer eine krisenhafte Lebensphase, in der es viele Herausforderungen zu bewältigen gibt.

Vor diesem Hintergrund fragen wir auf dem 16. Fachtag Mediensucht nach der Bedeutung der Nutzung digitaler Medien für Kinder und Jugendliche in gesellschaftlichen und individuellen Krisenzeiten. Welche Risiken und zusätzlichen Herausforderungen birgt die Nutzung digitaler Medien und welche Ressourcen und Bewältigungsmöglichkeiten bietet sie? Welche Aspekte der Medienkompetenz sind in Krisenzeiten besonders relevant und wie können wir diese vermitteln?

Wir werden mit spannenden Vorträgen die Bedeutung von Mediennutzung in gesellschaftlichen und individuellen Krisenzeiten beleuchten und im Anschluss mit Fachkräften aus verschiedenen Bereichen diskutieren. Am Nachmittag informieren wir in den Workshops über die aktuelle Mediennutzung von Jugendlichen und zeigen verschiedene medienpädagogische Ansätze auf.

 

DAS PROGRAMM:

09:00-09:15
Einführung in das Thema des Tages

09:15-10:15 Vortrag + Diskussion
"Alles Krise? Wie Jugend in die Zukunft blickt"
Der Alltag junger Menschen aus dem Krieg in der Ukraine kommt per TikTok in deutsche Kinderzimmer, Klima-Aktivist*innen mobilisieren sich über Instagram und Messenger – und seit Beginn der Corona-Pandemie haben Jugendliche sich notgedrungen verstärkt auch in virtuelle Welten zurückgezogen. Die drei großen Krisen unserer Zeit betreffen ganz besonders die junge Generation und verändern die Bedingungen ihres Aufwachsens und ihrer Perspektive für eine gute Zukunft. Welche Rolle spielen Mediennutzung und technologische Entwicklung für die Bewältigung dieser Krisen? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich für Fachkräfte und Eltern, aber auch für die Jugendlichen selbst?

Dr. Anna Grebe ist Beraterin für die Themen Medien, Politik und Partizipation

10:30-11:30 Vortrag + Diskussion
Mediennutzung in Belastungssituationen - Eine Bewältigungsstrategie mit Risiken und Nebenwirkungen
„Der Vortrag bietet Einblicke in die Beratung und Behandlung pathologischen Medienkonsums. Risiken und Schritte zur Suchtentwicklung werden betrachtet.“

M. Ed. Tobias Winkler ist Suchberater bei der Fachstelle Medienabhängigkeit Bremen und Streetworker der Ambulanten Suchthilfe Bremen gGmbH

Michèle Sanner ist Koordinatorin und Suchttherapeutin bei der Fachstelle Medienabhängigkeit Bremen und freiberufliche Mediatorin

11:45-12:45
Podiumsdiskussion
Welche Bedeutung haben Medien im Kontext von Krisen? Welche Hilfesysteme und Ansätze gibt es in Bremen?

  • Michèle Sanner, Fachstelle Medienabhängigkeit der Ambulanten Suchthilfe Bremen
  • Yvonne Schiemann, Referat Medien und Bildung in der digitalen Welt, Senatorin für Kinder und Bildung
  • Ini Friedrichs, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familie (AfSD) sowie BKE-Onlineberatung für Jugendliche
  • Sven Benkendorf, ServiceBureau Jugendinformation, Projekt Digi4OJA

Moderation: Hannah Goebel, Referat Gesundheit und Suchtprävention, Landesinstitut für Schule

12:45-14:00
MITTAGSPAUSE

14:00-16:00
Workshops: Einblick in die Lebenswelten

  • TikTok- it`s still not over yet. In diesem Workshop wird die Medienpädagogin Jule Kehr Ritz die Funktionsweise der App TikTok erklären, Hypes und Trends aufzeigen. (Wir wollen uns )TikTok anschauen, ausprobieren und vielleicht sogar verstehen, warum es so leicht ist im Scrollen hängen zu bleiben.
    Jule Kehr-Ritz, ServiceBureau Jugendinformation, Projekt future_fabric
  • "Abwarten - bis es vorbei ist": Binge Watching am Beispiel von Netflix und Co: Markus Gerstmann gibt einen Einblick auf die Plattform, ihre Nutzung von jungen Menschen sowie deren unterschiedliche Nutzungsverhalten.
    Markus Gerstmann, ServiceBureau Jugendinformation
  • „Wir wollen doch nur spielen.“ Spiel- und Medienpädagoge Sven Benkendorf gibt einen Überblick darüber, warum Gaming so faszinierend und (z.T. buchstäblich) fesselnd sein kann, welche unterschiedliche Spielformen und Motivationen es zum Spielen gibt und warum Gaming mehr als nur Spielen ist.  
    Sven Benkendorf, ServiceBureau Jugendinformation, Projekt Digi4OJA 

16:00-16:30
Abschluss mit Flipchart-Präsentation

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